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Indien zum Vierten

An einem regnerischen und heiß-schwülen Tag im Juli erledigen wir das Grenzprozedere zwischen Nepal und Indien flott. Wir reisen zum vierten Mal nach Indien ein, zum dritten Mal über Land und zum zweiten Mal mit unserem eigenen Auto. Das erste Mal sind wir im Jänner dieses Jahres (2024) von Pakistan über die Wagha Grenze gefahren. Nummer zwei war mit dem Flugzeug, um unser 1-Jahres-multiple-entry Visum zu erhalten (das man nicht über den Landweg bekommt, hier gibt’s mehr Infos). Das dritte Mal sind wir im Juni bei trockener Todeshitze mit dem öffentlichen Bus von Kathmandu nach Rishikesh gefahren, um dort unsere Ausbildung im Yoga-Lehren zu machen. Und nun wieder mit unserem Van über Land. Es sollte nicht das letzte Mal sein, dass wir nach Indien einreisen, denn wir haben Pläne, in wenigen Wochen in ein Flugzeug nach Südost-Asien zu steigen. Aber alles der Reihe nach.

 
Rene und VW Bus auf nepalesischer Seite der Grenze zu Indien
die leere nepalesische Seite der Grenze
 

Wir sind also an der nepalesisch-indischen Grenze und staunen einmal mehr über Lärm, Gestank und Müll.

Es ist erstaunlich, wie stark sich zwei Länder voneinander unterscheiden können, fällt uns hier auf. Obwohl die nepalesische Sprache stark dem Hindustanischen ähnelt und an vielen Orten Kultur und Traditionen fast nicht voneinander abweichen, ist der Unterschied deutlich hörbar. Für Inder*innen und Nepales*innen ist die Grenze offen und jederzeit ohne Reisepass frei passierbar. Dennoch herrscht auf der nepalesischen Seite kein Stress. Es gibt kaum Autos oder Rickshaws, einzelne Passagier*innen werden auf von Eseln gezogenen Holzgestellen zu ihren Destinationen transportiert. Hier und da verkaufen Tandler Snacks und Kokosnussstücke. Niemand schreit, niemand hupt. Nur rund 300 Meter weiter herrscht im bevölkerungsreichsten Land der Welt pures, undurchschaubares Chaos. Die Straße ist wegen dem Dauerregen locker 10cm überflutet, auf leeren Chipstüten schwimmen Ratten durch die Gegend. Der Dreck der teilweise nicht asphaltierten Straße mischt sich mit dem Regenwasser zu einem braunen, schlammigen, schäumenden Fluss. Unzählige Marktschreier wollen ihre Waren an die Leute bringen und dazwischen hupen sich alle möglichen kleinen und großen Fahrzeuge durch die Menge. Uns rinnt nach den ersten Metern der Schweiß schon wieder den Rücken hinunter. Wir sind weder große Fans von Hitze, noch von Lärm. Da haben wir uns ja das ideale Land ausgesucht!

Es ist schon Nachmittag und wir wollen die überbelebte Grenzstraße verlassen und einen „ruhigen“ Nachtplatz finden, bevor es dunkel wird. Wie es in Indien aber so ist, gehen Pläne nie auf und das mit dem ruhig ist eine völlig unrealistische Wunschvorstellung. Diesmal reisen wir zum vierten Mal in Indien ein und wir haben uns sowohl mental, als auch materialistisch auf die kurze Zeit im Land vorbereitet. Beim Fahren tragen wir beide Ohropax, nehmen uns den wenigen Platz der Straße mit Selbstbewusstsein und überholen staunende indische Familien auf Motorrädern, ohne eine Miene zu verziehen. Ein Ventilator hilft uns dabei, kühlen Kopf zu bewahren und wir haben genug Trinkwasser dabei, um einige Tage trotz Schwitzen gut auszukommen.

Wir fahren mehrere Stunden auf dieser Straße, die scheinbar nie endet. Die Sonne ist gerade dabei, sich in der dichten Smogschicht zu verabschieden, als wir eine „Abkürzung“ zur Autobahn nehmen. Google Maps verspricht uns eine wesentlich kürzere Fahrzeit und wir wollen einfach nur auf den geregelten Highway. Diese Abkürzung stellt sich natürlich als eine Katastrophe heraus. Es gibt abseits der Autobahn keine vernünftigen Straßen. Was haben wir uns nur dabei gedacht, Google Maps zu glauben, wir wären auf den Landstraßen wirklich schneller? Wir müssten es doch mittlerweile besser wissen! Wir holpern über Schlaglochpisten durch kleinere Orte. Das gemeine ist, dass die Schlaglöcher mit Wasser gefüllt sind und wir somit nie wissen, wie tief ein Loch wirklich ist. Die Felder, welche sich immer einen guten Meter unterhalb der Straße befinden, sind alle zu Seen geworden. Auf einzelnen trockenen Flächen spielen die Kinder aus dem Dorf Cricket. Die Frauen tragen bunte Arbeitssaaris und haben sich alle zum Tratsch unter einem Baum zusammengefunden oder sind schwer mit Heu beladen am Weg nach Hause. Einige Männer sitzen schon tabakkauend bei einem Chai. So ist das in jedem Dorf und wir fahren an diesem Abend auf der Suche nach der Autobahn durch so einige Dörfer. Meistens verschwimmt die Grenze zwischen zwei Dörfern. Kaum Familien besitzen Autos, die meisten leben von der Landwirtschaft, deshalb sind gute Straßen nicht so wichtig. Menschen mit Autos haben dort sowieso nichts zu suchen. Wenn wir mit unserem großen Fahrzeug durch diese Dörfer fahren, wo selten mal ein Auto vorbeikommt, und noch dazu, wenn die Menschen unser fremdes Kennzeichen und uns zwei weiße drinnen sitzen sehen, herrscht totales Staunen.

Ausnahmslos alle unterbrechen ihre Arbeit und ihre Gespräche und starren unglaubwürdig. Kinder zeigen in unsere Richtung und Jugendliche machen Handyvideos von uns. Wir versuchen, freundlich zu winken, doch die Kinder und Erwachsenen wissen nicht so recht, wie sie mit dieser neuen Situation umgehen sollen. Wir ernten skeptische Blicke, Kinder zeigen erstaunt in unsere Richtung. Die meisten Menschen hier (wahrscheinlich alle) haben noch nie, weder real noch im Fernsehen, weiße Menschen gesehen. Dieser Tag wird bei den meisten Familien noch lange beim Essen besprochen werden, als der Tag, an dem zwei Fremde in einem großen weißen Bus durch ihr Dorf gefahren sind.

Irgendwann lange nach Sonnenuntergang haben wir dann endlich wieder eine gute Straße unter uns und wir steuern die erste Autobahntankstelle an. Diese werden auch von Truckern gerne zum Übernachten genutzt und Trucker sind in jedem Land, in dem wir bis jetzt waren, sehr freundliche und aufgeschlossene Menschen. Diese Tankstellen sind für uns super praktisch, denn wenn wir neben der Straße in der Nähe von einem Dorf parken würden weiß in kürzester Zeit das ganze Dorf bescheid und alle (ALLE!) kommen vorbei, um bei uns mal reinzuschauen und ein Selfie zu machen. An Ruhe und Schlaf wäre da nicht zu denken. Bei unserer ersten Durchfahrt durch Indien haben wir so einige Erfahrungen machen dürfen, wo früh morgens vor der Feldarbeit Menschen mal auf unseren Bus klettern oder schauen, ob unsere Türen abgeschlossen sind. Tankstellen sind da die sicherere Alternative. An der Tankstelle kommen eben nur die Trucker und ein paar Tankstellenmitarbeiter und wir müssen nur 15 Selfies machen und unsere Inneneinrichtung kurz erklären, bevor wir unsere Ruhe haben. Indien ist nichts für Anfänger.

 
 

Ein weiterer Punkt, mit dem wir gerade versuchen klarzukommen, ist die Hitze. Wenn du schon länger unsere Reiseberichte liest, dann weißt du vielleicht, wie es uns an der Südküste in der Türkei im Sommer letzten Jahres ergangen ist. Das war schrecklich für uns und hat auch bei Elke zu einer Überhitzung und defekten Wasserpumpe geführt. Dennoch war das gar nichts im Vergleich zu der Hitze in Indien. Die Hitze ist einfach nur unbeschreiblich brutal. Wir waren ja schon im Juni in Indien, wo es Hitzerekorde von über 50 Grad gegeben hat. Dennoch war das eine trockene Hitze, die zwar das Atmen schwerfallen lässt, aber unter einem Ventilator zumindest erträglicher wird. Jetzt hat die Regenzeit voll gestartet. Es herrschen gerade an die 100% Luftfeuchtigkeit und die Tagestemperaturen von über 35 Grad kühlen in der Nacht nicht ab. In unserem Van steht die feuchte Hitze, draußen gibt es keinen Wind und unseren kleinen Ventilator merken wir kaum. Der Ventilator schiebt eben die Hitze von einer Ecke in die andere. Dazu kommen noch die Moskitos. Es sind so viele, denn überall entstehen gerade Tümpel, wo sie sich mit Freude vermehren können. Wenn wir aber mit dem Moskitonetz schlafen (oder es zumindest versuchen), herrscht im Van höhere Temperatur als draußen. An dem Abend werfen wir auch noch unsere Kochplatten an, denn an der Tankstelle gibt es kein Essen. Es wäre wahrscheinlich besser gewesen, hungrig ins Bett zu gehen, denn die Hitze des Kochens und Essens wärmt uns nur noch mehr. Wir verbringen die Nacht am Boden des Vans, neben die offene Tür gekauert. Indien hat traditionell ein schwieriges Verhältnis mit Nacktheit. Selbst für René ist es nicht selbstverständlich, oben ohne zu schlafen. Obwohl wir uns wegen den vielen Tankstellenmitarbeitern halbwegs sicher fühlen, ist es vor allem für Vanessa nicht selbstverständlich, ein Tanktop anzuhaben. Weiße Haut allein reicht bei manchen indischen Männern schon aus, auf Gedanken zu kommen und das ohne Scham zu zeigen.

An Schlaf konnten wir sowieso kaum denken. In der Früh werden wir schon von den ersten Neugierigen angestarrt, wie wir da in unseren Schweißpfützen vegetieren. Na gut, eine schlechte Nacht können wir ertragen, vielleicht wird es in der nächsten Nacht besser.

Sobald die ersten Sonnenstrahlen die Erde erreichen, erhöht sich die Temperatur ins Unerträgliche. Bei offenem Fenster und mit Ventilator entgehen wir beim Fahren dem Hitzekollaps. Zu Mittag machen wir Halt bei klimatisierten Autobahnraststätten oder großen Einkaufszentren. Diese riesigen Einkaufszentren sind uns mehrmals am Tag eine Rettung. Völlig durchgenässt vom Schweiß erreichen wir die klimatisierten Riesengebäude. Aber nicht nur wir wollen uns hier kurz abkühlen, unzählige Menschen kommen hierher, um Zuflucht vor der Hitze zu finden. Auch wenn die meisten im klimatisierten Auto hierherfahren und nicht so durchgeschwitzt sind wie wir. Aber natürlich nur die, die es sich leisten können, dürfen die kühlen Räume genießen.

Millionen Menschen leben und arbeiten auch bei dieser Hitze immer noch auf der Straße. Vor allem Babies und ältere Menschen nimmt die Hitze enorm mit und endet oft tödlich. Die durchschnittliche Lebenserwartung liegt in Indien bei unter 70 Jahren. Die Hitze ist einer der größten Risikofaktoren und viele Menschen sind ihr schutzlos ausgeliefert. Wenn wir von der kühlen Mall weiterfahren und uns ein zerlumptes Kind mit einem unterernährten Baby im Arm an der Kreuzung nach Essen fragt, stellen wir die Welt jedes Mal in Frage. Indien ist wohl das Land mit den krassesten und herzzerreißendsten Gegensätzen der Welt. Auf der einen Seite wächst der Wohlstand weiter und weiter. Die Mittelklasse kann sich mehrere Autos pro Familie leisten und zwei bis fünf Hausangestellte sind Standard. Auf der anderen Seite kämpfen Kinder ums Überleben und Frauen und Männer werden als billigste Arbeitskräfte unter widrigsten Bedingungen wie Sklaven gehandelt. Und das alles existiert auf engstem Raum. Das Leid ist unübersehbar, doch niemand ist zuständig. Das ist schwer zu verstehen, doch durch das Kastensystem, nach welchem noch immer gesellschaftliche Regeln festgemacht werden, völlig legitim. Selbst schuld, wenn man in die Klasse geboren wird, die den Beamten die Schuhe putzen darf. Mit der mangelnden Bildung wird sich da wohl so schnell auch nichts ändern.

Es sind über 1000km von der nepalesischen Grenze bis nach Delhi und wir legen lange Fahrtage ein, um den bevorstehenden Flug nicht zu verpassen. Dennoch sind wir vier Tage unterwegs. Die Teile, wo es eine Autobahn gibt, kommen wir gut voran, weil diese Großteils leer sind. Für den Highway werden hohe Gebühren verlangt, die sich natürlich nur die wenigsten leisten können.

 
überflutete Felder in Indien
überflutete Felder überall in Indien
 

Eine weitere indische Eigenheit ist, dass es enorm viele Geisterfahrer gibt. Teils kann man ihnen nicht böse sein, weil in ländlichen Gegenden viel zu wenig Abfahrten gebaut wurden. Manchmal ist eine Abfahrt auch nur von einer Fahrtrichtung zu erreichen und es gibt keine Möglichkeiten auf einen U-Turn. Dann fahren die Menschen lieber ein paar Kilometer gegen die Fahrtrichtung, als zuerst ewig in die falsche Richtung, um dann alles wieder zurück zur Abfahrt zu fahren. Aber das ist eher der kleinste Teil. Oft wird der Pannenstreifen zur Gegenfahrbahn, manchmal kommt uns ein LKW mit voller Geschwindigkeit entgegen. Nur mit einem Leuchtzeichen signalisiert er uns, dass er nicht ausweichen wird. Auf stärker befahrenen Straßen kommt es oft zu Staus, weil einfach ein paar Autos entschieden haben, als Geisterfahrer unterwegs zu sein. Das soll mal irgendjemand verstehen. Aber wie gesagt, Indien ist nichts für Anfänger und das wenigste ergibt Sinn.

Wir haben mittlerweile gelernt, mit sinnlosen Situationen lockerer umzugehen. Wenn wir uns fragen, ob da jemand noch alle Teller im Schrank hat, macht es die Situation nicht weniger stressig. Also lassen wir das ganz normale indische Chaos an uns vorüberziehen. Wir beantworten ruhig und besonnen mehrmals am Tag die ins Gesicht geschriene Frage „Sir, your country!!“ (Übersetzung: „Meister, dein Land!!“ meint: „Woher kommst du, respektierter Mann?“). Die unvermeidbare nachfolgende Frage „Australia!?“ korrigieren wir nur jedes zweite Mal. Wenn die Menschen der Meinung sind, dass wir zu dumm sind, um unser Heimatland Australien richtig auszusprechen, dann sollen sie das glauben. Ganz oft stehen auch schon ein paar Inder für ein Selfie Schlange, wenn wir dabei sind, zu parken. Darauf haben wir uns mental eingestellt und wir haben gelernt, so Nein zu sagen, dass es schon beim 2. Mal verstanden wird, falls es zu viel wird.

Wir „schlafen“ in denschwüen Nächten auf Autobahnraststätten, hinter Trucks und weit weg von Bäumen. Unter den Bäumen wäre es zwar vielleicht ein oder zwei Grad kühler, aber dort verstecken sich gemeine Affen. Gerade ist hier Mango-Hochsaison und überall werden Mangos in verschiedensten Farben und Größen verkauft. Wir haben immer welche im Bus und die Affen wissen das. An einem Nachmittag parken wir den Bus unter einem Baum, um bei einer Raststation was zu essen und uns den Schweiß abzuwaschen. Als wir gerade beide auf der Toilette waren, sind die kleinen Affen über unsere Dachluke in unseren Van eingestiegen und haben einen vollen Sack mit Mangos geklaut. Wir haben noch versucht, unseren Van zu verteidigen, aber wenn sie ihre spitzen Zähne zeigen, lassen wir ihnen doch lieber ihre Beute.

An Schlaf ist während der Reise nach Delhi nicht zu denken. Mit einer dicken Schicht Gelsenspray legen wir uns irgendwann, wenn es ein bisschen abgekühlt hat hin und versuchen es zumindest. Doch niemand kann bei diesen Temperaturen schlafen. Auch unser Ventilator hat mittlerweile den Geist aufgegeben. Wahrscheinlich hat er auch gemerkt, dass die bewegte heiße Luft ein Tropfen auf heißem Stein ist. Noch nie in unserem Leben haben wir so viel geschwitzt. Obwohl wir öfter am Tag auf Toiletten mit lauwarmem Wasser den Schweiß wegwaschen, ist das keine Abkühlung, da in Indien kein kaltes Wasser existiert. Wir versuchen uns beim Liegen nicht zu berühren, weswegen wir uns mit dem Platz am Boden abwechseln. Eine Person darf das Bett durchnässen, die andere am Boden so tun, als wäre die Luft da unten ein bisschen kühler. Irgendwann schlafen wir dann ein paar Stunden vor Erschöpfung ein. Auch unsere Körper schlagen mittlerweile Alarm. Wir haben beide Hitzeausschläge oder eine Allergie gegen unseren eigenen Schweiß entwickelt, was gemein brennt. Am ganzen Körper befinden sich auch juckende Moskitostiche, zum Glück haben wir uns davon nicht noch schlimmere Sachen eingefangen. Wir sind gereizt und müde. Es wird Zeit, dass wir Delhi erreichen.

 
 

Irgendwann kommen wir bei der Klettercommunity in der Nähe der Hauptstadt an, wo wir die nächste Zeit unseren Bus parken dürfen. Wir räumen diesmal alles an Lebensmittel aus, um nicht schon wieder Rattenbesuch zu bekommen, während wir weg sind. Auf dem Grundstück ist gerade tote Hose, weil es zu heiß zum Klettern ist. Nur der Kater und zwei Büffel freuen sich über den neuartigen Besuch. Es ist ein bisschen kühler hier, weil es den ganzen Tag wie aus Kübeln schüttet. Wir packen unsere Rucksäcke, denn wir sehen in Indien keine Möglichkeit, ein weiteres Monat mit Sommerhitze zu verbringen. Ein weißbärtiger Baba, der von den Kletterern „Uncle“ genannt wird, kümmert sich um die Tiere und das Grundstück. Er sitzt den ganzen Tag im Schatten und raucht gut gelaunt seine Shisha, hier Hookha genannt. Am nächsten Tag fahren wir mit dem Nachbarn in die Stadt. Er arbeitet dort als Taxifahrer und muss sowieso nach Delhi.

Dort checken wir erstmal in ein klimatisiertes Zimmer ein und brauchen einige Zeit, um unsere überhitzten Körper abzukühlen. Wir treffen unsere Freunde wieder, die den Sommer alle in der Kletterhalle verbringen und feiern den ein oder anderen Abend gemeinsam. Gerade haben wir genug vom Vanlife. Indien ist einfach kein Land, in dem das Leben im eigenen Fahrzeug Vorteile bringt. Schon gar nicht im Sommer.

 
Büffel in Indien
Büffel schaut uns im Regen beim Essen zu
 

Nach wenigen Tagen machen wir uns auf den Weg zum Flughafen, denn wir treffen Renés Mama in Südostasien wieder!

Zu diesem Zeitpunkt sind wir uns noch unschlüssig, ob wir mit unserem Van weiter Richtung Osten fahren wollen. China hat gerade auch für Österreicher*innen die Visumskosten erlassen, was das Reisen durch China um einiges leichter macht. Einige unserer Reise-Freund*innen haben geplant, die Tour über Tibet nach Laos zu machen und da könnten wir uns anschließen, um Weihnachten zusammen unter Palmen zu feiern. Doch je weiter östlich wir fahren würden, desto weiter weg sind die Berge. Und ob es uns dort dann gefällt ist eine andere Frage, die es zu klären gilt, bevor wir mehrere hundert Euro pro Person für die Überfahrt durch China bezahlen und dann nicht mehr so schnell wieder zurückkönnen. So nahe wie jetzt waren wir noch nie an dem beliebten Reiseziel Südostasien und Flugtickets von Indien sind nicht teuer, also freuen wir uns auf einen gemeinsamen Urlaub mit Gerti!

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Klettern im Herzen, am Weg nach Indien

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